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Artikel-Schlagworte: „Neue Grippe“

Situationsbericht zur Schweinegrippe in Indien

Das Presse-Informations-Büro der indischen Regierung hat am 25 Dezember neue Zahlen zur Influenza A/H1N1 Situation im Land ausgegeben. In Indien gab es zum Zeitpunkt der Meldung 24.932 mit der Neuen Grippe Infizierte und 844 an den Folgen der Infektionen Verstorbene..

Hong Kong betrauert das 50. Schweinegrippe Opfer

Hong Kong meldet den 50. durch den Influenza A/H1N1 Virus verursachten Todesfall. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 30-jährige Frau, die am 19. Dezember mit Fieber und Husten in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. An dem 21. Dezember wurde die FRau beatmet. Am 23. Dezember verstarb sie. In Hong Kong wurden bis jetzt 15.467 Menschen gegen die Neue Grippe geimpft.

Quelle: Xinhua

Laut WHO ist die Schweinegrippe Gefahr noch nicht vorüber

Die weltweite Verbreitung der Schweinegrippe ist nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht vorbei. Das Influenza A/H1N1 Virus habe zwar n Teilen der nördlichen Hemisphäre seinen Höhepunkt überschritten, jedoch bleibt die Möglichkeit einer zweiten H1N1 Infektionswelle in diesem Winter oder auch im kommenden Frühjahr bestehen.

Quelle: WHO

Schweinegrippe und wozu Informationen dienen können

Informierte Entscheidungsfindung gilt in der Medizin als ein erstrebenswertes Ideal, für das im Alltag aber meist keine Zeit sei. Was Deutschland derzeit erlebt, zeigt das Gegenteil. Wenn in der Bahn, an der Theke, oder am Arbeitsplatz darüber diskutiert wird, ob man sich nun gegen die Schweinegrippe impfen lassen soll oder nicht, ist das die praktizierte Abwägung zwischen Nutzen und Schaden, wie sie in der Medizin Alltag sein sollte. Das ist die gute Nachricht.
Die schlechte ist, dass die Informationen, die man zu einer informierten Abwägung über die Schweingrippe braucht, derzeit zu oft auf Hörensagen und widersprüchlichen Expertenmeinungen beruhen. “Eine informierte Entscheidung setzt eine nüchterne Analyse des Wissens über Nutzen und Schaden und einen offenen Umgang mit Unsicherheiten und Lücken im Wissen voraus”, sagt Prof. David Klemperer, Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Nötig wären dazu konkrete Angaben zu Häufigkeiten, zeitlichen Trends und konkreten Gefahren für verschiedene Risikogruppen. Dazu müsste eine koordinierte Forschung existieren, die in Deutschland die Ausbreitung des Virus verfolgt, um zum Beispiel festzustellen, wie viele Infektionen so milde verlaufen, dass Erkrankte gar nicht zum Arzt gehen. Solche sorgfältig durchgeführten epidemiologischen Studien sind jetzt nötig, um mehr Informationen zu Nutzen und Risiken von Impfstoffen und Impfungen zu liefern, die dann in Zukunft eine echte Entscheidungsgrundlage sein können. “Wir brauchen diese Untersuchungen dringend”, fordert Klemperer.

Solche Studien können auch klären, ob die Schweinegrippe überhaupt ein größeres Risiko darstellt als die “normale” Grippe. “Derzeit überschlagen sich angebliche Experten und Medien mit Meldungen über Todesopfer und verzerren so die Wahrnehmung”, kritisiert Klemperer. Die Erfahrungen in Australien, wo die Welle der Schweinegrippe bereits vorüber ist, zeigen keinen Grund zu besonderer Beunruhigung.

Da konkrete Zahlen fehlen, wie gefährlich die Schweinegrippe wirklich ist, muss sich die Ständige Impfkommission (STIKO) auf eine schmale Datengrundlage verlassen und viele Unsicherheiten in Kauf nehmen. Die STIKO vertritt den Standpunkt, dass jeder Bürger die Möglichkeit zu einer Impfung haben sollte. Eine ausdrückliche Empfehlung spricht sie aber nur für die Beschäftigten im Gesundheitswesen mit Patientenkontakt und für Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf aus.
Auch für diese Gruppen fehlen medizinische Fakten, welchen Nutzen die Impfung haben wird. In dieser Unsicherheit können andere Argumente ausschlaggebend werden. Eines dieser Argumente ist die doppelte Fürsorgepflicht, die Beschäftige im Gesundheitsbereich haben. Zum einen können sie als Kontaktpersonen Überträger sein. Zum anderen sollten Ärzte und Pflegepersonal gerade dann gesund und auf dem Posten sein, wenn andere krank sind. Das DNEbM unterstützt daher die Empfehlung, die Impfung zuerst bei medizinischem Personal mit Kontakt zu Patienten einzusetzen. Wegen der besonderen Verantwortung hat diese Gruppe aber auch ein besonderes Recht darauf, dass Nutzen und Schaden der Impfung evaluiert werden.

Derzeit ändern sich die Erkenntnisse zum Thema Impfen gegen die Neue Grippe sehr schnell.

Quelle: Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.

Die Neue Influenza forderte bereits 296 Todesopfer in der Türkei

Die Neue Influenza hat in der Türkei weitere Todesopfer gefordert. Laut dem türkischen Gesundheitsministerium stieg in der Türkei die Zahl der Influenza A/H1N1 Verstorbenen auf 296 an. Allein innerhalb der letzten fünf Tage kam es in der Türkei zu 55 neuen Todesfällen.

Laut dem türkischen Ministerium befinden sich zur Zeit 347 Menschen wegen der Neuen Grippe im Krankenhaus. 99 dieser Patenten benötigen eine Behandlung mit künstlicher Beatmung auf der Intensivstation.

Derweil stieg in Deutschland die Anzahl der an der Neuen Grippe Verstorbenen auf 86 an.

Quellen: H1N1 Pressemitteilung Türkisches Gesundheitsministerium vom 7. Dezember 2009

Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein zur aktuellen Entwicklung der Neuen Grippe (49 KW)

Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit der Neuen Grippe (Schweinegrippe):

- Erkrankungen:
Laut Robert Koch-Institut ist die Zahl von akuten Atemwegserkrankungen bundesweit zurückgegangen. Auch in Schleswig-Holstein ist die Zahl der Erkrankungen zurückgegangen, liegt aber immer noch im deutlich erhöhten Bereich. Die akuten Atemwegserkrankungen sind Indiz für die Anzahl Neuer Grippe-Erkrankungen. Einzeltests werden in der Regel nicht mehr durchgeführt. Betroffen ist derzeit vorrangig die Altersgruppe von Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahren, aber auch in den anderen liegt die Zahl der Erkrankungen noch im erhöhten Bereich. Aktuelle Daten weisen in der Altersgruppe Kinder und Jugendliche auf ein erhöhtes Risiko schwerer Krankheitsverläufe hin. Infos: http://influenza.rki.de/

- Todesfälle:
In Schleswig-Holstein ist in der vergangenen Woche ein zweiter Todesfall im Zusammenhang mit Neuer Grippe gemeldet worden: Ein an Neuer Grippe erkranktes 13jähriges Mädchen verstarb im Kreis Pinneberg am vergangenen Samstag (28.11). Die Todesursache wird derzeit untersucht. Nach derzeitigem Erkenntnisstand waren keine Vorerkrankungen feststellbar. Bundesweit sind bislang 61 Todesfälle im Zusammenhang mit der Neuen Grippe an das Robert Koch-Institut gemeldet worden (Stand: 27.11., 15 Uhr, Quelle: www.rki.de, Neue Grippe, aktuelles). In der jüngsten verfügbaren Statistik für ein gesamtes Jahr (2007) des Statistikamtes Nord sind 941 Todesfälle in Schleswig-Holstein mit der Todesursache „Grippe und Pneumonie“ (Grippe und Lungenerkrankungen)“ aufgeführt.

- Impfung
Die ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlung erweitert. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Impfstoffes sollen sich nun alle „Indikationsgruppen“ impfen lassen. Das bedeutet, dass sich neben den vorrangig zu impfenden Personen mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane oder chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenkrankheiten sowie medizinischem Personal auch Personen ohne Vorerkrankungen impfen lassen sollten. Die Impfung ist nach wie vor wichtig, da nach Erreichen des Scheitelpunktes einer Grippewelle in der Regel mindestens noch einmal so viele Fälle wie vor Erreichen des Scheitelpunktes auftreten, so die STIKO. Ergänzend weisen das RKI und das Paul Ehrlich-Institut darauf hin, dass nach derzeitigem Kenntnisstand eine Impfung in allen Altersgruppen ausreicht.

- Impfstoff:
Bisher wurden 364.000 Dosen Impfstoff flächendeckend in Schleswig-Holstein verteilt, 52.000 Dosen in der laufenden Woche. Kommende Woche wird eine Liefermenge von 100.000 Dosen erwartet. Laut Hersteller-Ankündigung sollen bis Ende des Jahres 680.000 Dosen nach Schleswig-Holstein kommen. Mit Unterstützung der Apothekerkammer und des Apothekerverbandes stellen 204 Logistikapotheken sicher, dass der verfügbare Impfstoff in den Arztpraxen ankommt.

- Schulen:
Präventive Schulschließungen aus infektionsprophylaktischen Gründen werden von den Experten des Robert-Koch-Instituts nicht empfohlen. Es kommt aber in mehreren Schulen oder Einrichtungen aufgrund eines hohen Krankenstandes zu Klassenschließungen. Die Entscheidung darüber treffen die Schul-/ Einrichtungsleitungen in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern. Einfachster Schutz sind nach wie vor Hygienemaßnahmen, umfangreiche Infos finden Eltern und Schüler auf der Internetseite der Landesregierung zu Neuer Grippe.

- Teilnehmende Arztpraxen:
Mehr als 1.850 Ärztinnen und Ärzte im niedergelassen Bereich nehmen an der Impfaktion teil. Die fortlaufend aktualisierte Liste der Praxen finden Sie im Internet oder beim Bürgertelefon. Praxen, die sich für oder gegen eine Teilnahme entscheiden, werden gebeten, darüber zügig Rückmeldung zu geben, um die Liste aktuell zu halten.

Weitere Infos und die Liste der Impfpraxen in Schleswig-Holstein.: www.neuegrippe.schleswig-holstein.de

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