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Artikel-Schlagworte: „Irrtümer“

Irrtümer rund um Allergien

Wenn weder Mama und Papa noch deren Geschwister eine Allergie haben und vielleicht auch Oma und Opa davor verschont blieben, ist das Allergierisiko für das Baby gering. Allerdings nehmen allergische Erkrankungen weiter zu und auch eine geringe Wahrscheinlichkeit eine Allergie zu entwickeln, liegt immer noch bei 15 Prozent. Das bedeutet, dass jedes sechste bis siebte Baby aus einer bis dahin allergiefreien Familie im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickeln Diesen Beitrag weiterlesen »

Irrtümer rund um Allergien

Irrtümer rund um Allergien: Irrtum 3: Allergiegefährdete Babys sollten so lange wie möglich gestillt werden

Kennen Sie den Spruch “Viel hilft viel”? Mag sein, dass er für das ein oder andere zutrifft. Wenn man ihn aber auf das Stillen anwendet, und zwar im Sinne von “möglichst lange und ausschließlich”, dann haben wir es mit einem Irrtum zu tun. Tatsächlich ist Muttermilch in den ersten vier Lebensmonaten das Beste für alle Babys. Ab dem fünften Monat gibt es aus Sicht der Allergievorbeugung jedoch keinen Grund mehr, ausschließlich weiter zu stillen. Je nach Verlangen des Babys kann ab diesem Zeitpunkt mit der Beikost begonnen werden. Dabei scheint die Auseinandersetzung des kindlichen Organismus mit “Fremdeiweiß” aus dem Essen eine langsame Gewöhnung des Immunsystems an neue Lebensmittel zu ermöglichen. In welchem Rhythmus die Mutter das Stillen gegen die Beikost austauscht, kann sie ganz nach ihren Bedürfnissen und denen des Babys entscheiden. Dabei ist Muttermilch begleitend zur Beikost weiterhin sehr empfehlenswert, da sie die Verträglichkeit neuer Lebensmittel verbessert. Zusammenfassend gilt: Wenn Mutter und Kind ab dem fünften Monat bereit sind für die Beikost, dann spricht nichts dagegen! Wenn das Baby allerdings auch im sechsten Monat noch ausschließlich Muttermilch genießt, sollte ab dem 7. Monat der erste Brei den Speiseplan erweitern. Übrigens gelten diese Empfehlungen sowohl für allergiegefährdete als auch für alle anderen Babys. Was (werdende) Eltern tun können, um ihr Kind vor Allergien zu schützen, erfahren sie bei der neuen Telefonhotline vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) und dem Präventions- und Informationsnetzwerk Asthma/Allergien (pina) sowie einem Internet-Expertenforum des aid.

Irrtümer rund um Allergien: Irrtum 1: Diät während Schwangerschaft und Stillzeit

“In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Mütter zur Allergievorbeugung eine Diät einhalten”. Dieser Irrglaube hält sich hartnäckig. Es ist tatsächlich auch noch nicht lange her, als man es nicht besser wusste. Inzwischen sind sich alle Experten einig, die sich mit der Allergieentstehung und ihren Einflussfaktoren auseinander gesetzt haben: Weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit ist es sinnvoll, Lebensmittel aus Gründen der Allergievorbeugung wegzulassen. Die Empfehlung muss also lauten: Während Schwangerschaft und Stillzeit ist es wichtig, abwechslungsreich und ausgewogen zu essen. Gleich drei große Vorteile hat diese Empfehlung:
1. Es gibt keine Entbehrungen für die Mutter.
2. Die Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen ist für Mutter und Kind gewährleistet.
3. Geringe Mengen von möglichen Allergenen aus der Milch, aus Hühnereiern oder Fisch gelangen über die Nabelschnur oder Muttermilch in den kindlichen Organismus. Das wiederum hat zur Folge, dass sich das kindliche Immunsystem ganz sanft daran gewöhnen kann, ohne darauf allergisch zu reagieren.

Wie man sieht, sind neue Erkenntnisse manchmal mit angenehmen Empfehlungen verbunden. Und die Empfehlungen sind auch wichtig, da in Deutschland inzwischen rund zehn Prozent aller Säuglinge unter einer Neurodermitis leiden, in jeder Schulklasse zwei asthmakranke Kinder zu finden sind und jeder dritte bis vierte Teenager einen Heuschnupfen entwickelt. Was Eltern tun können, um ihr Kind vor Allergien zu schützen, erfahren Interessierte bei der neuen Telefonhotline vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) und dem Präventions- und Informationsnetzwerk Asthma/Allergien (pina) sowie einem Internet-Expertenforum des aid: Telefonhotline – Allergievorbeugung:
01805/052251 Mo.- Fr. von 9:30 bis 12:00 Uhr (12 Cent/Minute).
aid-Internet-Expertenforum – Allergievorbeugung:
www.forum-allergien-vorbeugen.de.

Quelle: aid, Dr. Sonja Floto-Stammen

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