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Artikel-Schlagworte: „Impfung“

Impfung gegen Heliobacter pylori

Ca. 19.000 Menschen in Deutschland erkranken in einem Jahr neu an Magenkrebs. 90 % dieser Karzinome sind auf eine Infektion mit dem Bakterium Heliobacter pylori zurückzuführen. Diese Infektion wird zurzeit vor allem mit Antibiotika behandelt. Der Erreger ist in den letzten zehn Jahren jedoch vermehrt unempfindlich gegenüber dieser Therapie geworden. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, eine Impfung gegen dieses Bakterium Diesen Beitrag weiterlesen »

Schweinegrippe: Pharmahersteller GlaxoSmithKline signalisiert Kulanz

Die Länder hatten ursprünglich bis zu 50 Millionen Dosen des GRippeimpfstoffes Pandemrix bestellt und wollen jetzt nur noch die Hälfte abnehmen, da bei der Bevölkerung kaum Interesse an der Impfung besteht. Glaxo-Smith-Kline hatte schon im vergangenes Jahr um die 20 Millionen Dosen des Influenza Impfstoffs geliefert. Weitere 30 Millionen Dosen sollten bis Frühjahr folgen.

GlaxoSmithKline ist Medienberichten  zufolge bereit, einen Teil der nichtnun  mehr benötigten Dosen des A/H1N1 Influenza-Impfstoffes Pandemrix zu stornieren. Laut Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann hat GlaxoSmithKline schon Kulanz signalisiert.

Warnung vor zweiter Grippewelle

Derweil warnt das Robert-Koch-Institut vor einer zweiten Grippewelle im Februar oder März eine. Daher sei eine Impfung weiter angeraten.

Quellen: RKI, Ärzte Zeitung, RP Online

Schweinegrippe und wozu Informationen dienen können

Informierte Entscheidungsfindung gilt in der Medizin als ein erstrebenswertes Ideal, für das im Alltag aber meist keine Zeit sei. Was Deutschland derzeit erlebt, zeigt das Gegenteil. Wenn in der Bahn, an der Theke, oder am Arbeitsplatz darüber diskutiert wird, ob man sich nun gegen die Schweinegrippe impfen lassen soll oder nicht, ist das die praktizierte Abwägung zwischen Nutzen und Schaden, wie sie in der Medizin Alltag sein sollte. Das ist die gute Nachricht.
Die schlechte ist, dass die Informationen, die man zu einer informierten Abwägung über die Schweingrippe braucht, derzeit zu oft auf Hörensagen und widersprüchlichen Expertenmeinungen beruhen. “Eine informierte Entscheidung setzt eine nüchterne Analyse des Wissens über Nutzen und Schaden und einen offenen Umgang mit Unsicherheiten und Lücken im Wissen voraus”, sagt Prof. David Klemperer, Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Nötig wären dazu konkrete Angaben zu Häufigkeiten, zeitlichen Trends und konkreten Gefahren für verschiedene Risikogruppen. Dazu müsste eine koordinierte Forschung existieren, die in Deutschland die Ausbreitung des Virus verfolgt, um zum Beispiel festzustellen, wie viele Infektionen so milde verlaufen, dass Erkrankte gar nicht zum Arzt gehen. Solche sorgfältig durchgeführten epidemiologischen Studien sind jetzt nötig, um mehr Informationen zu Nutzen und Risiken von Impfstoffen und Impfungen zu liefern, die dann in Zukunft eine echte Entscheidungsgrundlage sein können. “Wir brauchen diese Untersuchungen dringend”, fordert Klemperer.

Solche Studien können auch klären, ob die Schweinegrippe überhaupt ein größeres Risiko darstellt als die “normale” Grippe. “Derzeit überschlagen sich angebliche Experten und Medien mit Meldungen über Todesopfer und verzerren so die Wahrnehmung”, kritisiert Klemperer. Die Erfahrungen in Australien, wo die Welle der Schweinegrippe bereits vorüber ist, zeigen keinen Grund zu besonderer Beunruhigung.

Da konkrete Zahlen fehlen, wie gefährlich die Schweinegrippe wirklich ist, muss sich die Ständige Impfkommission (STIKO) auf eine schmale Datengrundlage verlassen und viele Unsicherheiten in Kauf nehmen. Die STIKO vertritt den Standpunkt, dass jeder Bürger die Möglichkeit zu einer Impfung haben sollte. Eine ausdrückliche Empfehlung spricht sie aber nur für die Beschäftigten im Gesundheitswesen mit Patientenkontakt und für Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf aus.
Auch für diese Gruppen fehlen medizinische Fakten, welchen Nutzen die Impfung haben wird. In dieser Unsicherheit können andere Argumente ausschlaggebend werden. Eines dieser Argumente ist die doppelte Fürsorgepflicht, die Beschäftige im Gesundheitsbereich haben. Zum einen können sie als Kontaktpersonen Überträger sein. Zum anderen sollten Ärzte und Pflegepersonal gerade dann gesund und auf dem Posten sein, wenn andere krank sind. Das DNEbM unterstützt daher die Empfehlung, die Impfung zuerst bei medizinischem Personal mit Kontakt zu Patienten einzusetzen. Wegen der besonderen Verantwortung hat diese Gruppe aber auch ein besonderes Recht darauf, dass Nutzen und Schaden der Impfung evaluiert werden.

Derzeit ändern sich die Erkenntnisse zum Thema Impfen gegen die Neue Grippe sehr schnell.

Quelle: Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.

Neue Grippe: Keine zweite Impfung für Risikopatienten

Bislang 25.000 Impfungen im Oberbergischen Kreis

Wie das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises mitteilt, liegt derzeit keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut für eine zweite Impfung gegen die Neue Grippe für Risikopatienten vor. „Die Ständige Impfkommission wertet zurzeit Befunde aus und wird danach entscheiden, ob eine zweite Impfung von Risikopatienten erforderlich ist“, erklärt Dr. Thomas Bauer, Leiter des ärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt.

Seit Beginn der Impfaktion wurden im Oberbergischen Kreis bereits 25.000 Impfdosen verabreicht. Hier zeichnet sich – ähnlich wie in der gesamten Bundesrepublik – eine bislang gute Verträglichkeit ab. „Bis auf Schmerzen im geimpften Arm, generelle Müdigkeit und Kopfschmerzen liegen mir von Seiten der Ärzte keine Berichte über schwerwiegende Komplikationen vor“, fasst Dr. Bauer die Situation in Oberberg zusammen.

„Vergleicht man die gemeldeten Reaktionen auf den neuen Impfstoff mit den Reaktionen auf die saisonalen Grippeimpfstoffe der vergangenen Jahre, so erscheint das Spektrum der gemeldeten Nebenwirkungen nicht auffällig“, sagt Dr. Bauer. Das Paul-Ehrlich-Institut stellt umfangreiche Informationen zur Schweinegrippe im Internet unter www.pei.de zur Verfügung.

Laut Dr. Bauer sind neben chronisch Kranken auch onkologische Patienten aufgerufen, sich impfen zu lassen. „Selbst wenn eine reduzierte Immunlage nach einer Chemotherapie besteht, profitieren diese Menschen von der Impfung gegen die neue Grippe“, erklärt Dr. Bauer.

Inwieweit oder wann ein Impfstoff speziell für Schwangere zur Verfügung stehen wird, ist zurzeit nicht klar. Für Risikopatienten insbesondere auch für Schwangere käme nach einer entsprechenden Nutzen-Risikoabwägung mit ihren Gynäkologen eine Impfung mit dem derzeit verfügbaren Impfstoff in Betracht, so der Leiter des ärztlichen Dienstes.

Quelle: Oberbergischer Kreis

Zwei Schweizer nach Schweinegrippe Impfung ins Krankenhaus

Gestern gab das schweizer Bundesamt für Gesundheit bekannt, dass zwei Personen wegen schweren allergischen Reaktionen auf den Impfstoff in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Die allergischen Reaktionen sollen kurz nach der Impfung aufgetreten sein. Der Zustand der beiden Personen sei stabil. Welcher der drei in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe die allergische Reaktion auslöste wurde nicht bekannt gegeben.

Kinder mit Fieber sollten nicht gegen Schweinegrippe geimpft werden

Vorsicht bei Fieber

Vorsicht bei Fieber

(khk) Für Eltern von Kleinkindern ist hin und wieder etwas Fieber  alltäglich und kein Grund zur Beunruhigung. Leicht erhöhte Temperaturen, ohne dass sich eine Erkältung zeigt, kommen immer wieder vor. In Zeiten einer Schweinegrippe Epidemie sollte man jedoch Vorsicht walten, und ein Kinder mit Grippesymptomen und Fieder von einem Arzt untersuchen lassen.

Für Eltern stellt sich die Frage: Kann das Kind auch dann gegen die Neue Influenza geimpft werden,  wenn es Fieber hat? Die Antwort ist klar, ab einer Temperatur von 38 Grad oder höher soll nicht geimpft werden. Fieber nach einer Impfung kommt jedoch häufig vor und zählt zu den normalen Nebenwirkungen. Besuchen Sie jedoch im Zweifelsfall immer einen Arzt oder rufen Sie einen Arzt an und bitten um Rat.

Die Ständige Impfkommission weist darauf hin, dass die Impfung im Zweifelsfall nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden soll. Das gilt insbesondere für chronisch Kranke, Kinder und Schwangere. Die Ständige Impfkommission ist sich der komplexen Problematik der Impfung in der Schwangerschaft bewusst, daher sollten Schwangere bis zum Vorliegen weiterer Daten mit einem nicht- adjuvantierten Spaltimpfstoff geimpft werden.

Auch bei fiebersenkenden Medikamenten ist unbedingt Vorsicht angebracht. Das Reye-Syndrom ist eine Erkrankung, bei der eine akute Schädigung des Gehirns und eine fettige Degeneration der Leber im Mittelpunkt stehen. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung, die meistens Kinder im Alter von vier bis neun Jahren betrifft, aber durchaus auch in anderen Altersstufen vorkommen kann. In bis zu 50 % der schwereren Fälle kann das Reye-Syndrom einen tödlichen Verlauf nehmen. Der Ausbruch der Krankheit bei Kindern wird im Zusammenhang mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure, welches in fast jedem Haushalt als “Hausmittel” vorhanden ist als Fiebersenker vermutet.

Daher soll Kindern, wenn der Arzt es für nötigt hält, zur medikamentösen Fiebersenkung Paracetamol oder Ibuprofen anstatt ASS gegeben werden. Wegen der Gefahr eines möglichen Reye-Syndroms sind Salizylate wie ASS (Aspirin) bei Kindern kontraindiziert.

Quellen: Wikipedia, Focus, STIKO, RKI

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