Artikel-Schlagworte: „H1N1“
Schon vier Deutsche an der Schweinegrippe verstorben
Die Schweinegrippe ist zurückgekehrt. Deutschland hat schon vier Todesopfer zu beklagen. Schon Ende Dezember ist in Heidelberg eine mit dem Schweinegrippevirus infizierte Frau an den Folgen der Erkrankung verstorben. Zwei weitere Todesfälle werden aus Göttingen berichtet. Dabei handelt es sich dabei um ein dreijähriges Mädchen und einen 51-jährigen Mann der am Montagmorgen im Göttinger Uniklinikum dem H1N1-Virus erlag.
In Österreich verstarb ein 24-jähriger deutscher Urlauber am Neujahrstag in Saalbach an der Schweinegrippe, so der Salzburger Landessanitätsdirektor Christoph König gegenüber “Zeit im Bild”. Bekannt wurde der Fall erst am Mittwochabend, weil die Ursache des Todes zuvor noch unklar war. Diesen Beitrag weiterlesen »
China meldet zwei H1N1 positive Hunde
Das chinesische Ministerium für Agrarkultur hat bei der Überprüfung von Proben von 52 kranken Hunden bei zwei der Tiere das Influenza A/H1N1 Virus festgestellt. Das in den Hunden gefundene Influenza Virus stimmt zu 99 Prozent genetisch mit dem bei Menschen vorkommenden Schweinegrippe Virus überein. Das Ministerium hat die lokalen Behörden angehalten das Monitoring von Tieren und Mutationen des Virus in Tieren verstärkt zu überwachen.
Tiere gelten als Mischgefäße in denen Viren genetisches Material mit anderen Viren austauschen können.
Bis jetzt sind Übertragungen des Virus auf Schweine, Puten, Frettchen, Katzen und Hunde beobachtet worden. Es ist sehr ungewöhnlich, wie leicht dieses Virus die Artenschranken überspringt.
Quelle: Xinhua
33 Schweinegrippe Tote innerhalb zwei Tagen in Mexiko
Das mexikanische Gesundheitsministerium meldet aktuell 64.322 an der Neuen Grippe Erkrankte. In den letzten zwei Tagen (18. bis 20. November) alleine sind 33 Menschen in Mexiko verstorben. Die Anzahl der Todesopfer in Mexiko liegen nun bei 573 Todesfällen.
51% der Verstorbenen waren Männer, 49% waren Frauen. 72% der Todesofer waren in der Altergruppe von 20 bis 54 Jahren.
Quelle: El Universal, Wikipedia
Die Türkei beklagt 93 Neue Grippe Todesopfer
In der Türkei steigt nach einer Meldung des türkischen Gesundheits-Ministeriums vom heutigen Tag die Anzahl der Influenza A/H1N1 Toten von 69 (13. November 2009) auf aktuell 93 Verstorbene an. 280 infizierte Menschen werden zur Zeit in Krankenhäusern behandelt. 59 dieser Patienten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung. Die Hälfte der Infizierten und ein fünftel der Todesopfer sind Kinder.
Derweil stieg in Mexiko die Anzahl der Schweinegrippe Todesfälle auf 540 an.
Quelle: Today´s Zaman, Hürriyet, Seismoblog
Zur Schweinegrippe Situation in Deutschland

Schweinegrippe Virus
Die Anzahl der dem Robert Koch-Institut übermittelten Schweinegrippe Todesfälle mit Stand vom 18.11.2009, 15.00 liegt bei 27 Opfern.
Gelistet sind nur die Todesfälle, die dem Robert Koch-Institut über den Meldeweg übermittelt wurden. Deshalb kann zu Unterschieden im Vergleich mit anderen Quellen kommen. Auch können sich Informationen naturgemäß im Laufe der Untersuchungen noch verändern.
Bei Todesfällen im Verlauf einer Erkrankung durch den Neue Influenza A/H1N1 Virus hat die akute Infektion in den meisten Fällen einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Dies gilt auch und insbesondere bei Patienten mit chronischen Grundkrankheiten, da hier Mechanismen zur Kompensation der Folgen einer Influenza-Erkrankung (z.B. einer akuten Herz-Kreislaufbelastung durch hohes Fieber) geringer verfügbar sind. Konkret heist das, dass die Patienten in den allermeisten Fällen nicht an der Grundkrankheit, sondern den Folgen der Influenza-Erkrankung oder deren Komplikationen (z.B. Pneumonie) sterben. Dass heißt, da ein kausaler Zusammenhang zwischen Influenza-Infektion und Tod nicht immer nachgewiesen werden kann, gilt aus epidemiologischer Sicht ein Todesfall, bei dem während des Krankheitsverlaufs das Virus nachgewiesen wurde, als H1N1-assoziierter Todesfall.
Quelle: RKI
Geburtsexperte empfiehlt Schwangeren Beratung zur H1N1 Impfung

Individuelle Beratung für Schwangere
Angesichts der aktuellen Grippewelle rät Prof. Dr. Walter Klockenbusch auch Schwangeren ohne weitere Risikofaktoren, sich jetzt individuell über die Chancen und Risiken einer Impfung mit “Pandemrix” aufklären zu lassen und nicht zwingend auf den angekündigten speziellen Impfstoff für Schwangere zu warten. Der Experte und Leiter der Geburtshilfe am Uniklinikum Münster (UKM) erklärt: “Wir befinden uns gerade mitten in der laufenden Grippesaison. Und die Impfung von Schwangeren ab der zwölften Schwangerschaftswoche und Wöchnerinnen gegen Neue Influenza wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, weil bei diesen Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit Neuer Influenza beobachtet werden konnte. Weil allerdings auch bei Schwangeren ohne bestehende Risikofaktoren schwere Krankheitsverläufe beobachtet wurden, empfehle ich eine Impfung nach vorheriger persönlicher Aufklärung, auch wenn keine weiteren gesundheitlichen Risikofaktoren vorliegen. Wer sich Sorgen macht, sollte sich daher auf jeden Fall durch den Arzt individuell beraten lassen und ggf. eine zeitnahe Impfung mit Pandemrix durchführen lassen.”
Prof. Dr. Georg Peters, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am UKM und Mitglied der Nationalen Pandemiekommission, ergänzt: “Sowohl Paul-Ehrlich-Institut und Robert Koch-Institut haben im Rahmen einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Analyse darauf hingewiesen, dass die Anwendung von einer Erwachsenendosis Pandemrix auch bei Schwangeren sinnvoll sein kann, bis ein zugelassener nicht-adjuvantierter Impfstoff zur Verfügung steht. Und bislang steht ein solcher Impfstoff nicht zur Verfügung, gleichzeitig steigt die Anzahl der Fälle von “Neuer Grippe”, wie die Zahlen des Robert-Koch-Institutes deutlich machen.”
Quelle: Universitätsklinikum Münster


