Gehirn

Neue Nervenzellen im Alter

Nie besitzt das Gehirn so viele Nervenzellen wie zum Zeitpunkt der Geburt – die meisten Nervenzellen werden vor der Geburt gebildet, danach werden viele überschüssige Neurone abgebaut. Allerdings gibt es auch im Alter noch teilungsfähige Zellen – zumindest im Gehirn von Mäusen. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie in Freiburg zufolge existieren unterschiedliche Typen von neuronalen Stammzellen, die neue Nervenzellen hervorbringen können. Was bei Mäusen gilt, könnte auch auf den Menschen zutreffen, denn auch im menschlichen Gehirn kommen teilungsfähige Nervenzellen bis ins Erwachsenenalter vor. Weiterlesen

Epilepsie: Gene wirken oft erst im Doppel-Pack

Bei der Entstehung von Erbkrankheiten ist die Wechselwirkung zwischen Genen wichtiger als bislang vermutet. Dies zeigt eindrucksvoll eine Studie der Universität Bonn. Einem Team aus Epidemiologen, Mathematikern und Humangenetikern ist es gelungen, unter einer Million Genschnipsel des menschlichen Erbguts eine Kombination aufzuspüren, die bei Menschen mit Epilepsie häufiger vorkommt als bei Gesunden. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift Human Weiterlesen

Verminderte Produktion von Dopamin im Gehirn

Wissenschaftler der Kieler Universität fanden die genetische Ursache der Bewegungsstörung ADSD heraus, einer erblichen Degeneration der Basalganglien. Neue Erkenntnisse über die Funktionsweise von Dopamin im Gehirn verspricht ein Forschungsergebnis, das am 7. Januar in der einschlägigen Fachpresse erschien.
Eine einzige Erbgutveränderung bewirkt diese sehr seltene Krankheit, wie die Erstautorin Silke Appenzeller zeigen konnte. Gleichzeitig sind alle Menschen krank, die von der Veränderung auf diesem Gen, nämlich PDE8B, betroffen sind. Professor Gregor Kuhlenbäumer vom Institut für Experimentelle Medizin der neurologischen Universitätsklinik:… Weiterlesen

Aktivität des Gehirns entlarvt gebrochene Versprechen

Wissenschaftler der Universität Zürich entdecken die gehirnphysiologischen Grundlagen von gebrochenen Versprechen. Die Gehirnaktivierungsmuster lassen sogar eine Prognose zu, ob jemand sein Wort brechen wird. Die Studie von Dr. Thomas Baumgartner, Prof. Ernst Fehr, beide Universität Zürich, und Prof. Urs Fischbacher, Universität Konstanz, wird am 10.12.2009 in der Fachzeitschrift “Neuron” publiziert.
Das Versprechen ist eine der ältesten spezifisch menschlichen Verhaltensweisen, welche Kooperationen, Vertrauen und Partnerschaft fördert. Obwohl Versprechen meistens nicht gesetzlich bindend sind, basieren viele soziale und ökonomische Tausch-Situationen im täglichen… Weiterlesen

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