Dover war der im Jahr 2012 am stärksten ausgelastete Passagierhafen

Aktivität in Seehäfen in der EU

Von den zehn wichtigsten Frachthäfen im Hinblick auf den Güterumschlag in Tonnen in der EU28 war Rotterdam (396 Millionen Tonnen umgeschlagener Güter, stabil gegenüber 2011) im Jahr 2012 der geschäftigste Hafen, gefolgt von Antwerpen (165 Mio. Tonnen, -2%), Hamburg (114 Mio. Tonnen, -1%), Marseille (82 Mio. Tonnen, -3%) und Algeciras (75 Mio. Tonnen, +8%).

Dover (12 Mio. Personen, -7%  gegenüber 2011) war im Jahr 2012 der am stärksten ausgelastete Hafen im Hinblick auf die Anzahl der ein- oder ausgeschifften Personen, gefolgt von Paloukia Salaminas und Perama (je 11 Mio., -2%), Helsinki (11 Mio., +3%), Calais (9 Mio., -7%) und Stockholm (9 Mio., -1%).

Rückgang des Gesamtgewichts des Güterumschlags in der EU28 um 1% und der Anzahl der Passagiere um 3%

Nach einem kontinuierlichen Anstieg von 2002 bis 2007 blieb das Gesamtgewicht des Güterumschlags in Seehäfen in der EU im Jahr 2008 nahezu unverändert bei 3,9 Milliarden Tonnen. Im Jahr 2009, zeitgleich mit Beginn der Finanzkrise, verringerte sich das Gesamtgewicht des Güterumschlags um 12% auf 3,5 Mrd. Tonnen.

Ab dem Jahr 2010 stieg das Gewicht erneut an und erreichte im Jahr 2011 einen Wert von 3,8 Mrd. Tonnen. Im Jahr 2012 sank das Gewicht dann geringfügig um 1% auf 3,7 Mrd. Tonnen.

Bei der Personenbeförderung im Seeverkehr zeigt sich eine andere Entwicklung. Die Zahl der Personen, die in Seehäfen in der EU ein- oder ausgeschifft wurden, blieb zwischen 2002 und 2008 relativ stabil, mit Ausnahme eines  Rückgangs im Jahr 2005. Seit dem Jahr 2008 nimmt die Zahl der Passagiere kontinuierlich ab, von 439 Millionen Passagiere auf 398 Mio. im Jahr 2012. Gegenüber 2011 verringerte sich die Zahl der Passagiere im Jahr 2012 um 3%.

Größte absolute Rückgänge des Gesamtgewichts des Güterumschlags in Italien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich

Von 2011 auf 2012 verzeichneten zwölf Mitgliedstaaten Rückgänge beim Gesamtgewicht des Güterumschlags in Seehäfen und elf meldeten Anstiege. Die größten relativen Rückgänge im Jahr 2012 gab es in Kroatien (-13%), Estland (-10%) und Finnland (-9%) und die größten relativen Anstiege  in Griechenland  (+13%), Lettland (+9%) und Irland (+6%). Die größten Rückgänge in absoluten Werten verzeichneten Italien (-23 Mio. Tonnen von 2011 auf 2012) sowie Frankreich und das Vereinigte Köenigreich (je -19 Mio.) und die größten Anstiege Spanien und Griechenland (je +18 Mio.).

Die Mitgliedstaaten, die im Jahr 2012 das größte Gesamtgewicht des Güterumschlags in Seehäfen aufwiesen, waren die Niederlande (543 Mio. Tonnen, +2% gegenüber 2011), das Vereinigte Königreich (501 Mio. Tonnen, -4%), Italien (477 Mio. Tonnen, -5%), Spanien (422 Mio. Tonnen,  +5%), Frankreich (303 Mio. Tonnen, -6%) und Deutschland (299 Mio. Tonnen, +1%).

Größte absolute Rückgänge der Anzahl der beförderten Personen in Griechenland und Italien

Von 2011 auf 2012 verzeichneten fünfzehn Mitgliedstaaten Rückgänge bei der Gesamtzahl der in Seehäfen ein oder ausgeschifften Personen und sechs meldeten Anstiege. Die größten relativen Rückgänge im Jahr 2012 gab es in  Portugal (-16%), Griechenland und Polen (je -7%) und die größten relativen Anstiege in Estland und Lettland (je +5%). Die größten Rückgänge in absoluten Werten verzeichneten Griechenland (-6 Mio.  Personen von 2011 auf 2012), Italien (-5  Mio.) und das Vereinigte Königreich (-1  Mio.) verzeichnet. Die  nstiege, die verzeichnet wurden, betrugen alle weniger als 1 Mio. Passagiere.

Im Jahr 2012 wurde die größte Anzahl von in Seehäfen ein- oder ausgeschiffte Personen in Italien (77 Mio. Personen, -6% gegenüber 2011), Griechenland (73 Mio., -7%), Dänemark (41 Mio., -1%), Deutschland (29 Mio., +1%) und Schweden (29 Mio., -2%) verzeichnet.

Quelle: Eurostat