EU veröffentlicht Liste zugelassener Gesundheitsangaben – Schutz vor irreführender Werbung 0

Die Verbraucher können sich dank einer Verordnung der EU In Zukunft weitaus mehr auf gesundheitsbezogene Angaben auf der Verpackungen von Lebensmitteln verlassen. Eine Verordnung der EU soll die Verbraucher In Zukunft besser vor irreführender Werbung schützen: Die Europäische Kommission veröffentlichte im Amtsblatt der EU eine Liste mit 222 zugelassenen auf die Gesundheit bezogene Angaben für Lebensmittel, sogenannte „Health Claims“. Ab dem 14. Dezember werden diese zulässigen Vorgaben in der Europäischen Union gültig. Lebensmittel- Hersteller müssen ihre Produktwerbung deshalb innerhalb der nächsten sechs Monate entsprechend anpassen oder Strafe droht.

„Stärkt Ihre Abwehrkräfte“, „Gut für Ihr Herz und Ihren Kreislauf Kreislauf“ oder „fördert die Gesundheit ihrer Kinder“ – In Zukunft dürfen Lebensmittel nur noch mit gesundheitsbezogenen Angaben beworben werden, wenn diese Wirkung wissenschaftlich nachewiesen ist. Die Europäische Kommission hat nach langjähriger Prüfung eine umfangreiche Liste mit 222 zulässigen sogenannten „Health Claims“ veröffentlicht, die in der gesamten Europäischen Union gültig sein wird. Damit soll der Verbraucher vor irreführender Werbung geschützt und bei seiner Kaufentscheidung unterstützt werden.

Schutz vor irreführender Werbung

Schutz vor irreführender Werbung

Die Lebensmittelhersteller haben sechs Monate Zeit, um ihre Werbung an die neuen Anforderungen anzupassen. Ab Anfang Dezember 2012 sind alle Angaben verboten, die nicht zugelassen sind und für die kein aktuelles Zulassungsverfahren läuft.

Die Europäische Kommission hat vor allem Werbung für Vitamine und Mineralstoffe zugelassen. So dürfen Hersteller ihre Produkte damit anpreisen, dass Vitamin C das Immunsystem stärkt und Kalzium wichtig für die Knochen ist, wenn bestimmte Mengen zugesetzt werden. Auch Aussagen wie „Phytosterine senken den Cholesterinspiegel“ und „Wasser reguliert die Körpertemperatur“ sind erlaubt. Die Behauptung, dass probiotische Jogurts positiv auf das Immunsystem wirken, darf in Zukunft nicht mehr verwendet werden.

Kritiker befürchten allerdings, dass Unternehmen diese Liste nur sehr gezielt nutzen. Sie könnten Lebensmitteln zum Beispiel nur bestimmte Vitamine und Mineralstoffe zusetzen, um sie mit Gesundheitsangaben bewerben zu können.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de, khk